Der Ursprung der Tapas auf Mallorca ist folgender: In den vornehmen Herrenhäuser (Ende 19. / Anfang 20. Jhd) war es erst üblich zw. 14.30 und 15.00 Uhr das Mittagessen zu sich zu nehmen (machen die Mallorquiner heute noch - v.a. Feiertags) Die vornehmen Herren gingen also gegen 12.00 Uhr in eine Bar, da sie nichts anderes zu tun hatten, um sich einen kleinen Happen und ein Gläschen Wein zu gönnen. Mit der Zeit ersetzte dann das Bier (1927 gab es die erste Brauerei auf der Insel) und später der Martini (kam nach dem Bürgerkrieg 1940 in Mode) den Wein zum Aperitif der Reichen und Priveligierten. Ab 1960 - langsam setzte der Tourismusboom ein - verlagerten sich die Lebensstandarde und nun konnte sich nach und nach der sogen. weniger Priveligierte diesen Aperitif ebenfalls leisten. Zu Anfang gönnte sich das "einfachere Volk" den Aperitif jedoch nur sonntags.
(Quelle: 600 Fragen zu Mallorca Joan-Antoni Adrover i Mascarò)
TaPalma
Zum ersten Mal wurde die TaPalma (Internationale Tapas-Messe), begründet von der Associació Empresarial de Restauració de Mallorca-CAEB, im Pueblo España vom 27. bis zum 30.10.2005 durchgeführt. Während dieser 4 Tage präsentierten (2005 waren es 32) Restaurants und Bars aus Palma ihre Tapas-Kreationen dem begeisterten Publikum. 2006 beteiligten sich bereits 37 Restaurants, Bars und Bodegas daran - wiederum im Pueblo Español.
2007 fand vom 10. bis zum 14. Oktober zum dritten Mal die TaPalma statt. Dieses Mal nicht im Pueblo Español, sondern direkt in den jeweiligen Restaurants, Bars und Bodegas. Auf vier Routen konnte sich der begeisterte Tapas-Freund den Köstlichkeiten hingeben. Insgesamt verteilten sich 43 Restaurants, Bars und Bodegas auf 4 Routen quer durch Palma. Diese Routen konnte man sich über das Internet www.tapalma.es downloaden, sich bei der Touristeninformation besorgen und für den Schnellentschlossen lagen auch in den diversen Gastronomiebetrieben diese aus.
Gut organisiert findet man auf diesen Plänen alle Betriebe mit den jeweiligen Öffnungszeiten und den kulinarischen Köstlichkeiten. So plant sich einjeder seine Route mit den entsprechenden Variationsmöglichkeiten für den verwöhnten Gaumen. Jede Lokalität bietet zw. 2 und 4 Tapas-Variationen an, wobei keines mehr als 2,00 Euro kosten durfte ... dem Kneipenzug stand somit nichts mehr im Wege.
Auch zu gewinnen gibt es natürlich was bei solch einer Veranstaltung. Ein sogenannter TaPasaporte war jedem Routenplan angehängt. Hier muss sich der Tapas-Freund nur noch 10 Stempel von unterschiedlichen TaPalma-Teilnehmern besorgen, sein favorisiertes Lokal, sowie das favorisierte Tapas-Gericht und die eigenen Daten eintragen. Dieser Tapas-Pass kann in jedem teilnehmenden Lokal abgeworfen werden. Jetzt bleibt nur noch die Hoffnung auf den ersten Preis.
Zu den Tapas
- Aioli
- Albóndigas de atún
- Berenjenas de Almargo
- Buñuelos de bacalao
- Champiñones al ajillo
- Patatas Bravas
- Patatas de casa
- Tortilla de Patatas
- Sombrero de setas
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Habt Ihr auch ein gutes Tapas-Rezept? Vielleicht bei Eurem letzten Urlaub kennen gelernt? Lasst alle Mallorca-Freunde an dem Gaumenschmauss teilhaben, sendet uns das Rezept zu unter kochrezepte@mallefueralle.com und wir posten Euren Beitrag. (Natürlich mich Namensnennung) |
Aioli
- 4 Knoblauchzehen
- 2 Eigelb
- 2 Tassen Olivenöl
- etwas Salz
Die Knoblauchzehen schälen und in einem Mörser gründlich zerstampfen. (Der Mallorquiner nutzt keine Knoblauchpresse). Das Salz in die Knoblauchmasse einrühren, sowie die zerschlagenen Eigelb hinzufügen. Nun unter ständigem, langsamen Rühren das Öl einträufeln lassen - dabei darauf achten, dass immer in die selbe Richtung gerührt wird. Achtet darauf, dass die Aioli steif bleibt und nicht auseinanderläuft - dann habt Ihr zu viel Öl verwendet.
(Je nach Geschmack kann anstelle der Eier eine gekochte, kalte und gestampfte Kartoffel verwendet werden)
Albóndigas de atún (Thunfischbällchen)
- 1 Thunfisch aus der Dose
- 1 Ei
- etwas Mehl
- Knoblauch
- ½ Zwiebel
- Petersilie
Den Thunfisch in kleine Stücke zerteilen, den klein geschnittenen Zwiebel dazu geben, die Petersilie, den Knoblauch und am Schluss das Ei. Alles sehr gut miteinander vermengen. Kleine Bällchen daraus formen, in Mehl rollen und in wenig Fett herausbacken.
Berenjenas de Almagro (Auberginen)
- 8 kleine Auberginen
- 1 Löffel Essig
- 1 Teelöffel Salz
- 3-4 Zehen Knoblauch
- Pfeffer
- ½ Teelöffel Paprika süss
- Oregano
- ein Lorbeerblatt
Die Auberginen, geschnitten, in Wasser mit den Zutaten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Das Gericht kann in der Marinade auf unbestimmte Zeit aufbewahrt werden und wird kalt serviert.
Buñuelos de bacalo (Kabeljau-Krapfen)
- Filetstücke vom Kabeljau
- etwas Mehl
- 1 Ei
- Olivenöl
Das Ei trennen. In das Eigelb nach undnach so viel Mehl hinzu geben, bis es ein etwas dickerer Teig entsteht. Die Stücke vom Kabeljau mit der Masse gut bedecken und in heißem Fett herausbacken.
Champiñones al ajillo (Champignons in Knoblauch)
- 1 Schale Champignon
- 4 Zehen Knoblauch
- ½ Bund Petersil
- 2-3 EL Olivenöl
Die Champignon gut waschen, abtropfen lassen. In einer Schüssel den zerdrückten Knoblauch, die gehackte Petersilie mit Salz vermengen und nach und nach das Olivenöl hinzufügen. Die marinierten Champignons in eine Pfanne oder auf eine Grillplatte geben und bis zum gewünschten Grad unter öfterem Wenden braten lassen. Heiss servieren.
Patatas Bravas
- 2 oder 3 Kartoffeln
- Öl zum Braten
- 3 reife Tomaten
- 1 TL scharfen Paprika
- Essig
- 1 Löffel Mehl
- Salz
Die Kartoffel schälen und mit dem Messer in mittelgrosse Stücke (Ecken) schneiden. In reichlich Öl fritieren, jedoch bei nicht zu starker Hitze. Nach dem Fritieren die Kartoffel abtropfen lassen. In der Zwischenzeit wird die Sauce vorbereitet. Tomaten kurz in heissem Wasser mit einem EL Öl blanchieren, dann schälen, entkernen und zerkleinern (pürieren). Dem Tomatenpürree einige Tropfen Essig, das Mehl und den scharfen Paprika hinzufügen. Alles gut verrühren, so dass sich die Zutaten gut vermengen. Bei Bedarf noch etwas nachwürzen und auf den fritierten Kartoffelecken servieren.
Patatas de casa
- 1 kg. Kartoffeln
- ½ l Bechamel
- 4 Scheiben gekochten Speck
- 1 hartgekochtes Ei
- Salz
- Öl zum Fritieren
- schwarzer Pfeffer
- Käse zum Überbacken
Kartoffeln schälen und in Scheiben schneiden und in etwas Öl herausbacken (sollen weich sein). In eine Kasserole gibt man nun eine Lage Kartoffelscheiben, darauf den klein gemachten Schinken und das gekochte geschnittene Ei. Vermenge den Pfeffer und Salz mit der Bechamel und gieße enen Teil über die Kartoffeln. Das ganze wird nun mit dem Käse bedecken und eine weitere Schicht Kartoffeln. Den Rest an Bechamel über die Kartoffel giessen und den restlichen Käse darüber streuen. Die Schale ins Rohr geben bis der Käse goldbraun gebacken ist.
Tortilla de Patatas
- 1/2 kg Kartoffeln
- 1 Zwiebel
- 4 Eier
- 1 Esslöffel Öl
- Salz
Man schäle und schneide die Kartoffeln in kleine Würfel. Auch die Zwiebel wird fein geschnitten und zu den Kartoffeln hinzu gegeben. Mit viel Öl werden die Kartoffel und Zwiebelwürfel langsam weich frittiert - immer wieder umrühren. Die fritierten Kartoffel aus dem Öl nehmen und abtropfen lassen. Die Eier schlagen und über die Kartoffel geben, salzen und eventuell Pfeffer dazu geben, durchrühren und etwas stehen lassen, dass die Kartoffel sich etwas mit dem Ei ansaugen können.
In einer Pfanne einen EL Öl erhitzen und die Kartoffel-Ei-Masse in die Pfanne geben. Auf kleiner Flamme die untere Seite anstocken lassen. Danach das Kartoffelomlett mit Zuhilfenahme eines Tellers wenden und dasselbe noch einmal auf der anderen Seite.
Man kann die Tortilla sehr gut warm oder auch kalt servieren. Man schneidet sie in Form von Tortenstücken.
Die Tortilla ist sehr variabel mit den Zutaten, begonnen von Wurst oder Fleisch über Gemüse, alles kann daruntergemengt werden.
Sombrero de setas
- Pilze
- Schinken
- grüner Paprika
- Mayonnaise
- Toastbrot
Dünste die gewaschenen Pilze in etwas Öl, salzen, je nach Geschmack kann auch Speck mit angebraten werden. Schneide den grünen Paprika in Würfel und brate diesen ebenfalls an.
Die getoastete Weissbrotscheibe mit Majonnaise bestreichen, darauf kommt der Paprika, sodann 1 Scheibe Schinken und zum Schluss die Pilze.
Sehr Delikat



