Das Frühjahr beginnt auf Mallorca weiß oder rosafarben, denn von Januar bis Ende Februar, manches Jahr bis März, gibt es ein Naturschauspiel der besonderen Klasse auf der Insel - die Mandelblüte. Die Äste sind überseht mit Blüten. Dicht nebeneinander lassen sie die Äste oft männerarmdick erscheinen. Mehrere Millionen Mandelbäume verzaubern durch ihre Blüten die Insel. Unter so einem dicht blühenden Baum zu stehen und durch die Blüten hindurch den azurblauen Himmel zu betrachten, ist ein Schauspiel besonderer Art.
Im Herbst tragen die Mandelbäume ihre Früchte. Geerntet wird von Mitte August bis Ende September. Zum Ernten werden große Netze oder auch Segeltücher auf dem Boden unter dem Baum ausgebreitet, welche ca. 30 qm abdecken. Früher schlugen die Bauern mit breiten Holzlatten bzw. -stangen auf die Zweige und Äste, sodass die Mandeln von den Bäumen fielen und im Netz / den Tüchern aufgefangen wurden. Heutzutage wird die Mandelernte mit Hilfe von Erntemaschinen durchgeführt - per Hand wird fast niergends mehr geschlagen.
Wer kennt nicht den Mandelbaum, Mallorcas wohl bekannteste Pflanze, die nicht nur viele Touristen auch in der "kalten" Jahreszeit auf die Insel locken. Auch wirtschaftlich gesehen stellen Mandeln einen nicht unbedeutenden Einnahmefaktor für die mallorquinischen Landwirte dar. In den vergangenen Jahren waren sowohl Qualität als auch Quantität der Ernten sehr gut. Da die Mandelbäume auf Mallorca nicht künstlich bewässert werden, reagieren diese sehr empfindlich auf klimatische Anomalien, seien es Dürreperioden, außergewöhnliche Hitze oder auch Kälte.
Eine gute Ernte ist hauptsächlich vom Regen abhängig über das Jahr verteilt. Jedoch kann Frost, v.a. Anfang Januar, wenn die Bäume ihre ersten Knospen tragen, den Ertrag sehr negativ beeinflussen. Auch schädlich für die feinen Blüten sind die starken Ostwinde, welche kondensiertes Meerwasser mitbringen und somit die dem Meer zugewandte Seite des Baumes "verbrennen" können.
Auf der Insel gibt es insgesamt ca. 6 Mio Mandelbäume. Die bekanntesten und wohl auch fruchtbarsten Zonen finden sich um Selva, Lloseta, Bunyola und Inca.
Von den ursprünglich über 300 unterschiedlichen Mandelsorten der Insel werden heute nur noch ein gutes Dutzend angebaut, die auch wirklich rentabel sind. Dazu zählen u.a. Vivot, Menut, Pons, Cristomorto, Siciliá, Jordi, Perexina oder Marcona.
Die Mandel ist eine sehr nahrhafte Frucht, da sie verbrauchte Energie sehr schnell zurück bringt und reich an wichtigen Fettsäuren, Balaststoffen und Stoffen, wie Calzium, Magnesium, Phosphor, Zink, Eisen und v.a. den Vitaminen B und E ist.







